Welttag für das Recht auf ein würdevolles Sterben
Paris - 2. November 2008
Auf Antrieb des Präsidenten der französischen ADMD, France, Jean Luc Romero, wurde der Erste „Welttag für das Recht auf ein würdevolles Sterben“ mit einer Massenversammlung auf dem Trocadéro - Place des Droits de l’Homme (dem Platz zur Erinnerung der Menschenrechte) gezeichnet. Mit einheitlichen Echarpen der ADMD und internationalen Fähnchen fanden sich über 600 Menschen zusammen um ihren Einsatz für das Recht auf würdevolles Sterben zu bekunden .
Französische Politiker und Internationale Vertreter der verschiedenen Länder des Weltverbandes für das Recht auf ein würdevolles Sterben, deren neu-gewählter Präsident, M. Mendoza, von Kolumbien, Elke Baezner, Präsidentin der Europäischen Sektion der W.F, sowie auch die Luxemburger Vertreter Lydie Err und Jean Huss zusammen mit Intellektuellen und Künstlern Frankreichs ( Benoite Groult, Noëlle Chatelet, Piem, Stone u.a.) plädierten für ein Gesetz der Entkriminalisierung der Euthanasie.
Jean-Luc Romero gab seiner Enttäuschung lauten Ausdruck gegenüber dem Präsidenten Sarkozi der während der Präsidentschaftswahlen eine gewisse Diskussionsbereitschaft hatte durchblicken lassen, die er jedoch nicht einhielt, und er forderte die französischen Parlamentsmission unter Jean Léonetti zu erneuten Debatten und Ueberarbeitung des 2005 gestimmten Léonetti-Gesetzes.
Diese Kundgebung schloss einen dreitägigen Kongress der World Federation of Right-to Die Societies ab, der 44 Organisationen aus 24 Ländern angehören. Luxemburg zählte in Paris – trotz der noch aausstehenden, zweiten Lesung des Gesetzes – zu der Grupppe von Ländern, in denen die Euthanasie und Freitod gesetzlich geregelt sind. Dies neben der Schweiz, Belgien und den Niederlanden sowie dem amerikanischen Staat Oregon. Auch in Spanien ist die Diskussion der Euthanasie derzeit an der Tagesordnung und am 4. November erreichte uns die Nachricht dass der Staat Washington das Gesetz ebenfalls gestimmt hat.
